Zahnarztpraxis Daniel Frey

 

 
 

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Zahnlücke

Die Zahnlücke und mögliche Folgen
Eine Zahnlücke stört nicht nur das Aussehen und ästhetische Empfinden, sie kann ebenso weitreichende Schäden im gesamten Kausystem verursachen. Auch eine optisch weniger auffällige Zahnlücke im Seitenzahnbereich oder im Milchgebiss Ihres Kindes sollten Sie deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die moderne Zahnmedizin hält heute vielfältige Möglichkeiten an festsitzendem, herausnehmbaren oder kombiniert festsitzend-herausnehmbarem Zahnersatz bereit. Für welche Art und Qualitätsstufe Sie sich entscheiden, hängt von vielen Faktoren ab. Fragen Sie deshalb Ihren Zahnarzt nach der individuell für Sie oder Ihr Kind am besten geeignete Lösung.

Zahnlücken bei Milchzähnen
Bereits bei Kleinkindern sollte eine vorzeitig - vor dem Zahnwechsel - entstandene Zahnlücke möglichst schnell geschlossen werden. Denn die Milchzähne halten den nachwachsenden Zahn bleibenden Zähnen den Platz frei. Gehen Sie frühzeitig verloren, kippen die Nachbarzähne in die entstandene Lücke. Der später durchbrechende bleibende Zahn kann sich nicht mehr richtig in die Reihe einordnen und wächst schief. Dies lässt sich meist nur mit einer aufwendigen kieferorthopädischen Behandlung korrigieren.


Zahnlücken bei bleibenden Zähnen
Auch die bleibenden Zähne sind ein dynamisches System, das sofort auf Veränderungen reagiert. Jeder Zahn bleibt nur an seiner Stelle stehen, solange er von seinen Nachbarzähnen gestützt wird und Kontakt zu seinem Gegenüber - dem sogenannten Antagonisten - hat. Geht nun dieser Zahn verloren, so wächst der gegenüberliegende Zahn so weit aus der Zahnreihe heraus, bis er beim Zubeißen mit einem anderen Zahn in Kontakt kommt.
Gleichzeitig kippen die Nachbarzähne des verloren gegangenen Zahnes in die entstandene Lücke ein (siehe Abbildung).
Dieser Ablauf ist sehr problematisch. Durch die schräge Zahnstellung bilden sich größere Ecken und Nischen zwischen den Zähnen, die für die Zahnbürste schwer zugänglich sind. In diesem Schlupfwinkeln sammeln sich Bakterien und Speisereste, die Karies und Zahnfleischerkrankungen bis hin zum Abbau des Kieferknochens auslösen können.
Die gekippten Zahne verursachen aber auch störende Vorkontakte zwischen den Zahnreihen der beiden Kiefer. Dies kann zu nächtlichem Knirschen und zu Schmerzen in den Kiefergelenken sowie der Gesichts-, Kopf- und Halsmuskulatur führen. Die falsche und nicht mehr achsengerechte Belastung stört die funktionelle Einheit der Zähne. Dies kann einen langsamen, aber kontinuierlichen Knochenabbau des Kiefers auslösen, welcher oftmals erst nach Jahren im Röntgenbefund zu erkennen ist.

Zur Versorgung einer Zahnlücke nach einer Zahnentfernung muss eine individuell unterschiedliche Ausheilungszeit eingehalten werden. Ihr Zahnarzt überprüft den Erhaltungszustand der noch vorhandenen Zähne und des Zahnfleisches und bezieht dies in seine Therapievorschläge ein.

Grundsätzlich kommen für die Schließdung einer Zahnlücke folgende Möglichkeiten in Betracht:

  • ein festsitzender Zahnersatz (z.B. eine Brücke)
  • Ein herausnehmbarer Zahnersatz (z.B. eine Teilprothese)
  • Ein kombiniert festsitzend-herausnehmbarere Zahnersatz (z.B. wenn mehrere Zahnlücken auf einmal versorgt werden),
  • ein Implantat (beim Einzelzahn)

Auch eine kieferorthopädische Aufrichtung bereits gekippter Zähne ist möglich und schafft oft erst die Voraussetzung, eine festsitzende Brücke eingliedern zu können.


 

 


 

 
    

 

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